Wenn Kinderlieder plötzlich der ganzen Familie helfen – warum Mira & das fliegende Haus für uns ein echter Wendepunkt wurden
- hanna

- 28. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Aug.
1. Einleitung – wenn Gefühle im Familienalltag ständig „zu viel“ werden
Es gibt Familien, in denen Gefühle leise sind.
Und es gibt Familien wie unsere.
Bei uns waren Gefühle oft groß. Laut. Schnell. Überfordernd.
Nicht nur bei unserem Sohn in seiner Autonomiephase, sondern auch bei uns Erwachsenen.
Wut. Frust. Reizüberflutung. Übergänge. Konflikte.
Dieses Gefühl, dass eigentlich niemand „falsch“ handelt – aber trotzdem alle gleichzeitig überfordert sind.
Besonders schwierig wurde es in stressigen Situationen:
morgens vor dem Waldkindergarten
beim Abholen
bei spontanen Planänderungen
wenn Bedürfnisse aufeinanderprallen
wenn Emotionen schneller eskalieren, als man selbst reagieren kann
Und genau in dieser Zeit sind bei uns die Geschichten, Lieder und Bücher von Mira & das fliegende Haus eingezogen.
Eigentlich zuerst „nur“ für unseren Sohn.
Heute würden wir sagen: für unsere ganze Familie.
Danke @mottialarm für den tollen Tipp.

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2. Warum Gefühle oft eskalieren – besonders bei Kindern und ADHS
Kinder lernen Gefühle nicht automatisch.
Sie lernen sie durch Begleitung.
Wie fühlt sich Wut eigentlich an?
Was passiert in meinem Körper?
Warum werde ich plötzlich laut?
Wie kann ich mich wieder beruhigen?
Gerade sensible Kinder oder Kinder mit starkem Temperament brauchen dafür oft viel mehr Unterstützung, Wiederholung und Sprache für ihre Gefühle.
Und ehrlich gesagt:
Viele Erwachsene haben das selbst nie richtig gelernt.
Bei uns kam zusätzlich dazu, dass ADHS im Erwachsenenalter lange vieles unsichtbar gemacht hat.
Vor allem emotionale Überforderung.
Denn ADHS bedeutet nicht nur Konzentrationsprobleme.
Oft geht es auch um:
starke emotionale Reaktionen
schnelle Reizüberflutung
Schwierigkeiten bei der Selbstregulation
impulsive Gefühle
innere Unruhe
Probleme mit Übergängen und Stresssituationen
Das Schwierige daran:Man weiß oft rational, wie man reagieren möchte — aber der Körper reagiert schneller.
Und genau deshalb haben uns emotionale Geschichten und Musik plötzlich viel stärker geholfen als klassische „Erziehungstipps“.
3. Unsere Erfahrung – warum Mira bei uns plötzlich überall lief
Am Anfang kannten wir nur einzelne Lieder.
Dann wurden daraus Tonie-Geschichten.
Dann Bücher.
Und irgendwann liefen die Lieder morgens im Auto, nachmittags zuhause und manchmal sogar abends zum Runterkommen.
Was uns sofort aufgefallen ist:
Die Inhalte sprechen Gefühle unglaublich ruhig und wertschätzend an, ohne dabei künstlich oder belehrend zu wirken.
Nicht:
„Du darfst nicht wütend sein.“
Sondern eher:
„Wut darf da sein – und wir lernen gemeinsam damit umzugehen.“
Genau das hat bei uns etwas verändert.
Unser Sohn begann plötzlich:
Gefühle zu benennen
Szenen aus den Liedern nachzuspielen
über Situationen zu sprechen
Emotionen bei anderen zu erkennen
bestimmte Lieder bewusst zum Regulieren einzufordern
Aber noch viel überraschender war etwas anderes:
Auch Papa hat angefangen, sich in vielen Situationen wiederzuerkennen.
Manche Lieder oder Geschichten haben Dinge greifbar gemacht, die man vorher kaum in Worte fassen konnte:
Überforderung
innere Anspannung
Frust
Scham nach Konflikten
das Gefühl „zu viel“ zu sein
Und plötzlich entstand etwas, das wir vorher oft nicht hatten:
Gemeinsame Sprache für Gefühle.
Nicht therapeutisch.
Nicht schwer.
Sondern alltagstauglich.
4. Was uns konkret geholfen hat
Musik als Co-Regulation statt Dauerdiskussion
✔ Kinder mit großem Gefühlsleben
✔ Kinder in Autonomie- oder Übergangsphasen
✔ Familien, die achtsam begleiten wollen
✔ Eltern, die selbst mitlesen & mitfühlen möchten
Gerade in stressigen Situationen funktionieren bei uns Worte oft irgendwann nicht mehr.
Musik dagegen schon.
Bestimmte Lieder helfen unserem Sohn:
herunterzufahren
Gefühle einzuordnen
Übergänge besser zu schaffen
wieder in Verbindung zu kommen
Und ehrlich gesagt oft auch uns Erwachsenen.
Gefühle sichtbar und „normal“ machen
Was wir an den Geschichten lieben:
Gefühle werden nicht bewertet.
Traurig sein ist okay.
Wütend sein ist okay.
Unsicher sein ist okay.
Gerade für Kinder mit starken Emotionen kann das unglaublich entlastend sein.
Wiederholung ohne Druck
Kinder lernen durch Wiederholung.
Erwachsene übrigens auch.
Die Lieder und Geschichten laufen bei uns nicht „pädagogisch geplant“.
Sie gehören einfach zum Alltag.
Und genau dadurch entstehen oft die wichtigsten Gespräche ganz nebenbei.
5. Unsere Alltagslösung – warum wir heute bewusst auf emotionale Medien achten
Früher haben wir oft einfach „irgendwas für Kinder“ angemacht.
Heute achten wir viel bewusster darauf:
Welche Inhalte beruhigen wirklich?
Welche helfen bei Gefühlen?
Welche schaffen Verbindung statt noch mehr Reiz?
Welche begleiten auch uns Erwachsene emotional?
Für uns sind die Inhalte von Mira & das fliegende Haus deshalb inzwischen fester Bestandteil unseres Familienalltags geworden.
Besonders die:
Bücher
Tonie-Geschichten
Lieder
Gefühlsgeschichten
haben uns in vielen schwierigen Phasen geholfen.
Nicht als „Wunderlösung“.
Aber als etwas, das Sprache, Nähe und emotionale Sicherheit in unseren Alltag gebracht hat.
Wenn ihr gerade selbst eine intensive Phase habt — mit starken Gefühlen, Autonomie, Überforderung oder emotionalem Chaos — dann könnten die Geschichten euch vielleicht genauso begleiten wie uns.
Unsere liebsten Inhalte von Mira
Gefühlslieder für starke Emotionen
Tonie-Geschichten für ruhige Übergänge
Bücher zum Thema Gefühle & Selbstregulation
→ Hier findet ihr die Inhalte von Mira & das fliegende Haus, die uns im Alltag besonders begleiten:
6. Zusammenfassung
Manchmal verändern nicht die großen Dinge den Alltag.
Sondern kleine wiederkehrende Momente.
Ein Lied im Auto.
Eine Geschichte vor dem Schlafengehen.
Ein Satz, den ein Kind plötzlich übernimmt.
Für uns war Mira & das fliegende Haus genau so ein Begleiter.
Nicht nur für unseren Sohn.
Sondern für unsere ganze Familie.
Und vielleicht ist genau das das Schönste daran:
Dass Kinder und Erwachsene manchmal gemeinsam lernen dürfen, mit Gefühlen umzugehen.
Vielleicht hilft dir unsere Geschichte dabei, dich mit euren Herausforderungen etwas weniger allein zu fühlen.
Denn manchmal beginnt Veränderung nicht mit Perfektion — sondern damit, Gefühle überhaupt erst verstehen zu lernen.
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Denn am Ende hängt für uns vieles zusammen: Familienalltag, mentale Entlastung, Organisation und der Wunsch nach mehr Freiheit.
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